Verfasst von: Niklas | April 27, 2009

Weihnachten, Neujahr und ein paar Workcamps

Nein, ich bin nicht verschollen, gekidnapped worden, in den Unruhen in Bangkok untergegangen oder sonst wie abhanden gekommen. Allerdings sind einige ander unerwartet Dinge passiert, die mich davon abgehalten haben hier weiterzuschreiben. Ich war sehr viel unterwegs und habe zwischen dem 11. Januarar und dem 19. April nur 8 Naechte zu Hause im Longtermhouse geschlafen. Aber der Reihe nach.

Das Dezember Workcamp war wieder ein „Art and Creative“-Camp, wir haben also einen Kindergarten gestrichen und umdekoriert.  Wir hatten vier internationale Freiwillige aus den USA, Wales, Belgien und Deutschland und einige Thai-Freiwillige. Vier weitere internationale Freiwillige hatten kurzfristig absagen muessen, weil der Flughafen in Bangkok genau zu der Zeit von den gelben Demonstranten besetzt gehalten wurde. Hier in HatYai haben wir aber auch nur ueber die Nachrichten etwas davon erfahren, in HatYai gab es keine Proteste oder Unruhen. Das besondere an dem Camp war, das Joe und ich das erste Mal wirklich das Kommando als Workcampleader uebernommen, und damit Belan abgloest haben, der nach dem Camp auch aufgehoert hat. Der Kindergarten hat von uns einen hellgruenen Anstrich bekommen, auf den wir dann eine blumige Wiesenwelt gemalt haben sowie jeder von uns etwas aus seinem Land in einen kleinen Extrabereich. Die Kinder hatten zu der Zeit frei, aber wir hatten sehr viel Kontakt mit den Lehrern und einigen Dorfbewohnern, die haeufig mal vorbei geschaut haben und am Ende eine sehr nette Abschiedsparty mit leckerem Essen und einer auf einem Lastwagen herangeschafften, riesigen Karaokeanlage organisiert haben. Eine weitere Besonderheit war noch der Hoehepunkt der Regenzeit, wodurch unser Kindergarten, in dem wir lebten, zu einer Insel wurde und zahlreiche Haeuser des Dorfes geflutet wurden. Ausserdem stand die Innenstadt von HatYai unter Wasser und auch in unserem Longtermhouse Dorf sind die anderen Longtermvolunteers (LTVs) mit den Kindern im Tempel schwimmen gewesen. Das viele Wasser ist allerdings auch sehr schnell wieder abgeflossen, so dass es keine groesseren Probleme gab.

Nach dem Workcamp ist Sofia Griechenland aus dem Longtermhouse ausgezogen um mit einer Freundin noch einen Monat durch Suedostasien zu reisen. Wir waren also noch drei Deutsche und Yuko aus Japan, was, glaube ich, besonders fuer Yuko nicht verstaendlicher Weise nicht immer ganz einfach war. In der folgenden Zeit hatte ich endlich die Gelegenheit, mich mehr in HatYai einzuleben und auch das Nachtleben zu erkunden, was hier doch etwas anders ist als in Deutschland. Ich versuche einmal ein wenig uber die Grundlagen aufzuklaeren: um sich zurecht zu finden, sollte man erstmal den Unterschied zwischen Bars und Pubs, die nicht das gleiche sind. Bars sind, aehnlich wie  in Deutschland, zum Hinsetzen und sich mit Freunden bei meist alkoholischen Getraenken unterhalten. Dabei laufen immer mehrere Fernseher, die meist Fussballspiele der englischen Premierleague zeigen und es gibt fast immer eine Liveband, die je nach Bar englische oder thai Songs spielt. Ein Pub hingegen ist eher mit einer deutschen Diskothek zu vergleichen. Die Liveband spielt laute bekannte englische und thailaendische Musik die eigentlich zum Tanzen gedacht ist. Und auch in den Bandpausen legt der DJ Tanzmusik auf, das Problem, das dabei auftritt ist allerdings der akute Platzmangel. Die kompletten Raeumlichkeiten sind mit Stehtischen zugestellt, so dass man sich am Tisch stehend nur leicht zur Musik bewegen kann. Ausserdem behindern grosse Menschenmassen meistens den Bewegungsdrang. Zu trinken gibts in Pubs hauptsaechlich Whiskey-Mixgetraenke mit Cola oder Soda, im Gegensatz zu Bars, wo zum Grossteil eines der vier Thaibiersorten oder Cocktails getrunken werden. Der Vorteil von Whiskey ist, dass der fertige Mix vom Volumen her billiger ist als Bier und dass man sich seine eigene Flasche in den Pub mitbringen kann. Die Musik, die von den Bands gecovered wird, ist sehr viel besser als die Karaoke Musik, die man in den Bussen und Minivans haeufig ertragen muss, und wie ich finde auch manchmal besser als die Originale. Neben englischen und natuerlich Thaisongs ist hier uebrigens auch koreanische und japanische Musik sehr beliebt. Soweit so gut. Hier noch eine interessante Sache: nach dem Bar- oder Pubbesuch fahren die meisten Thai wieder mit ihren Motorcycles oder Autos nach Hause, egal wie viel sie getrunken haben, denn die Promillegrenze liegt hier ungefaehr bei 3 Promille oder so. Aber keine Angst, wir nehmen eigentlich immer ein Tuktuk um nach Hause zu kommen.

Weihnachststimmung oder so etwas in der Art kam hier ueberhaupt nicht auf, kein Wunder in einem buddhistisch-muslimischen Land. Nur im Zentrum von HatYai gab es „Weihnachtsschmuck“ an und in den Kaufhaeusern und Hotels. Es sieht allerdings ein bisschen albern aus, wenn da bei 25-30 Grad Eiszapfen und Schneeflocken rumhaengen und vor dem Eingang ein grosser goldener Tannenbaum und eine Weihnachtsmannfigur stehen, die englische Weihnachtslieder spielen. Es laesst sich allgemein sagen, dass es bei allem nur ums Komerzielle ging und praktisch alles von Amerika abgeschaut wurde. Wir LTVs sind dafuer mit Weihnachtsmuetzen im groessten Wasserfall hier in der Gegend schwimmen gewesen und sind ueber Weihnachten mit DaLaa nach Ko Tarutao, einer Insel im Andaman Meer gefahren um dort Weihnachten mir einer Gruppe von etwa 25 Leuten am Strand zu feiern. Auf dem Weg dahin sind wir ungefaehr 4 Stunden mit einem vollkommen ueberladenen Songteaw (die Pickup Busse hier) von Hat Yai nach Kok Payom, wo auch ein neues LTV-Projekt entstande ist, und von dort mit einem gemuetlichen Fischkutter gefahren. Wir haben dort ein paar Tage am Strand gezeltet und hatten einen „Sharing Market“ anstatt Bescherung. Dabei gibt man etwas Persoenliches mit einer Geschichte dahinter an jemand anderen weiter, der es gerne haben moechte. Es geht dabei nicht ums kaufen oder verkaufen sondern um das teilen von Dingen und Geschichten, die ja auch immer etwas ueber die jeweilige Person erfahren lassen.

Silvester und Neujahr haben wir mit Yui, einer Thaifreundin, in Songkhla, also an der anderen Kueste, ebenfalls am Strand gefeiert. Bis Mitternacht war auch alles ungefaehr so, wie man sich das vorstellen koennte. Wir haben am Strand gesessen, ein bisschen was getrunken, und auf der Uferpromenade gabs es massenhaft Essensstaende und andere Marktstaende und natuerlich laute Musik.  Nach dem Countdown wurden um Mitternacht die Knaller und Raketen, die nicht schon in den Tagen zuvor losgegangen sind, abgefeuert. Sehr ueberraschend und etwas enttaeuschend fuer uns Farangs jedoch, was etwa fuenfzehn Minuten spaeter passierte: riesige Menschenmassen stroemten auf der Strasse am Ufer entlang, um so schnell wie moeglich nach Hause zu kommen und schlafen zu gehen. Wie ich dann herausfand lag das ganz einfach daran, dass Neujahr in Thailand ein Familienfest ist, das man eher ruhig mit seiner Familie feiert. Weihnachten im Gegensatz dazu sind die grossen Parties wo Thais zusammen mit ihren Freunden feiern. In Japan ist es uebrigens genauso. Es ist also genau umgekehrt wie bei uns in Deutschland. Den Rest des angebrochenen Abends haben wir bei Yui zu Hause eher ruhig verbracht.

Oh, ich hab noch was vergessen. Wir sind zwei Tage vor dem Christmastrip in unser neues Longtermhouse gezogen. Das war auch bitter noetig, denn es ist kein Vergnuegen mitten in der Regenzeit in einem total verschimmelten Haus mit loechrigem Dach zu wohnen. So gut wie alle Anziehsachen waren mit Schimmel besetzt und wurden auch gar nicht mehr trocken, weil die Feuchtigkeit halt ueberall war. Ausserdem hat das ganze Haus fuerchterlich gestunken und die obere Etage war nicht mehr bewohnbar, so dass es wirklich Zeit fuer einen Wechsel wurde. Das neue Haus ist zwar wesentlich kleiner mit zwei Schlafzimmern, einem grossen Wohnzimmer, Eingangsbereich mit Kueche und einem Badezimmer, typisch Thai. Aber es ist auch gemuetlicher, trocken, mitten im dorf und fuer drei Leute immer noch sehr gross. Und nachdem wir es gestrichen haben, sieht es jetzt sogar noch viel besser aus. Tim ist schliesslich auch kurz nach Neujahr nach Kok Payom gegangen um dort zusammen mit Michael, einem neu angekommenem Amerikaner, das neue Environment-Projekt zu starten.

Das „Creative English Teaching“ Workcamp im Januar mit 2 Koreanern, einer Schweizerin und einer Irin diesmal in einer bilingualen staatlichen Schule hat mir echt viel Spass gemacht und mich zwischenzeitlich sogar mit dem Lehrerberuf liebaeugeln lassen. Die Kinder im bilingualen Teil lernten einige Faecher in englischer Sprache von Philipino-Lehrerinnen und konnten dementsprechend auch ganz gut  englisch sprechen. Wir konnten relativ anspruchsvollen Unterricht machen, obwohl die meisten Schueler juenger als beim letzten Mal waren, zwischen Kindergarten und 9.Klasse. Die Klassen waren mit 5 bis 20 Kindern aber auch sehr klein. Das Schoene war, dass wir eine sehr gute Beziehung zu Schuelern und Lehrern aufbauen konnten, weil wir eben nicht nur unterrichtet haben, sondern auch mit ihnen gekocht und Ausfluege gemacht haben, am letzten Tag sind wir sogar mit ungefaehr 50 Kindern ins Aqurium nach Songkhla gefahren. Im Anschluss ans Camp bin ich mit den Freiwilligen und zwei weiteren Koreanern noch fuer vier Tage nach Ko Lipeh gefahren, einer echten Paradiesinsel mit weissem Pudersandstrand, tuerkisem, kristallklarem Wasser und wunderschoenen Korallenriffen zum Schnorcheln drumherum. Es mir nur etwas zu viele Farangs (westliche Auslaender) da, und die Preise waren dem auch angepasst, aber der Rest war wie gesagt paradiesisch.

Danach gings auch schon sehr schnell weiter ins Februar Workcamp, Environment und English Teaching in einem kleinen muslimischen Fischerdorf an der Westkueste. Dort haben wir mit vier Koreanern, 2 Japanerinnen, einer Hollaenderin und einer Polin erst eine Woche Englisch unterrichtet und dann eine Woche Umweltprojekte durchgefuehrt. Das englisch unterrichten war wieder echter Basisunterricht in einer sehr kleinen Schule neben der wir gewohnt haben. dadurch waren praktisch immer Kinder in der Naehe  mit denen wir auch nachmittags Spiele spielen oder uns die Umgebung zeigen lassen konnten. In diesem Workcamp haben wir das erste Mal einen anderthalb taegigen Homestay ausprobiert, bei dem jeder Freiwillige alleinn in einer Familie untergebracht wurde um der Thaikultur naeher zu kommen. Auch ich war in einer Familie und es war wirklich eine sehr schoene Erfahrung hier innerhalb einer Familie zu leben. Ausserdem haben wir in der zweiten Woche mit dem gesamten Dorf Muell gesammelt, Mongroven Baeume gepflanzt eun eine kleine Ausstellung vorbereitet. Besonders das Muellsammeln hat mal wieder gezeigt, wie wenig sich die meisten Thais um ihre Umwelt kuemmern. Es liegt ueberall Muell rum, da jeder einfach alles, was man nicht mehr braucht, in die Landschaft wirft. Das liegt zum einen daran, dass es vielen egal ist wie es in ihrer Umgebung aussieht, solange der Muell nicht direkt vorm Haus liegt. Ein anderer Grund ist, denke ich, die in Thailand weit verbreitete Scheu vor Arbeit, die keinen Spass macht, da man den Muell ja irgendwo hinbringen muesste, wo er abgeholt wird. Im Fall dieses Dorfes war das eine echte Schwierigkeit, da es dort keine Muellabfuhr oder ein anderes Beseitigungssystem gibt, ausser den Muell anzuhaeufen und von Zeit zu Zeit anzuzuenden. Das machen die Leute aber sogar bei uns im Longtermhousedorf, wo es eine Muellabfuhr gibt. Und desweiteren kennen viele einfach nicht den Unterschied zwischen biologisch abbaubarem Muell und kuenstlich hergestellten Stoffen. Es ist auch gar nicht so einfach zu erklaeren warum man Bananenblaetter oder Orangenschalen ruhig in die Natur werfen kann und Chipstueten nicht. Beides sind schliesslich Verpackungen von Lebensmitteln und man konnte doch schon immer alles, was man nicht mehr brauchte in die Gegend werfen. Und in wiefern soll es denn der Natur schaden? Wir fangen immer noch genug Fische und die Baeume wachsen doch auch noch. Die Hersteller und Supermarktketten ueberfluten einfach das gesamte Land mit Muell, indem sie uebergrosse nicht organische Verpackungen fuer ihre Produkte verwenden, aber weder ein Beseitigungssystem aufbauen, noch die Bevoelkerung in irgendeiner Weise darueber aufklaeren, das diese Verpackungen der Umwelt und letztlich auch dem Menschen schaden. Das kann echt deprimierend sein, wenn man zu viel drueber nachdenkt. Ich mein, wir haben aehnliche Dinge doch auch in unserer „modernen“ westlichen Welt. Wir fahren unnoetig grosse, fossile Rohstoffe fressende und allgemein zu viele Autos, produzieren Energie mit Kohle, Gas und Nuklearbrennstoffen, benutzen Flugzeuge selbst fuer kurze Strecken, kaufen rind aus Argentinien, Lamm aus Neu Seeland, benutzen auch ultraviele Plastiksachen. Und selbst wenn man erkannt hat, das etwas nicht gut ist, heisst es ja noch lange nicht, dass man damit aufhoert. Bestes Beispiel: 22 Millionen Raucher in Deutschland.

So gut jetzt. Fortsetzung folgt sehr bald. Fotos auch.

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Verfasst von: Niklas | Januar 9, 2009

Englischunterricht mal anders

Erstmal wuensche ich euch allen Frohe Weihnachten gehabt zu haben und hoffe ihr seid alle schoen ins neue Jahr gerutscht. Kaum zu fassen, ich komme in diesem Jahr schon wieder.

Es ist viel passiert seit dem letzten Eintrag, aber ich versuche mich dieses mal kurz zu halten.

Fuer das Creative English Teaching Workcamp im November hatten wir leider nur eine Freiwillige aus Holland, da der zweite kurzfristig abgesagt hat. Aber es war trotzdem ganz schoen, auch wenn natuerlich nicht so eine tolle internationale Stimmunge aufkommen konnte. Wir waren zu viert: die Hollaenderin, Belan, der bisherige Workcampleader, Joe, der die Workcamps in Zukunft mit mir zuammen leiten wird, und ich. Das Workcamp war in einem muslimischen Dorf nicht weit von der Grenze zu Malaysia und wir haben Kinder zwischen 8 und 17 Jahren unterrichtet. Der normale Unterricht in Thailand ist echt ganzl anders als in Deutschland. Der Lehrer steht vor der Klasse und erklaert oder schreibt irgendwas an die Tafel, das die Schueler dann abschreiben. Diskussionen oder Gespraeche zwischen Schuelern und Lehrern gibt es so gut wie gar nicht. Solchen Frontalunterricht gibt es zwar auch in vielen anderen Laendern, aber mir ist erst beim selber Unterrichten aufgefallen, wie fest dieses System auch in den Koepfen der Schueler verankert ist. Am Anfang war es echt schwierig die Kinder zum Sprechen zu bewegen, weil sie es nicht gewoehnt sind und sich dann nicht trauen im mit dem Lehrer vor der Klasse zu reden. Unsere Aufgabe in der Schule und auch der Grund warum wir Englischcamps machen ist, die Kinder zum Englisch sprechen zu motivieren und zu zeigen, dass englisch lernen auch Spass machen kann. Denn das Englisch der meisten thailaendischen Lehrer ist nicht gerade das beste und in Kombination mit dem Frontalunterricht bringt es so gut wie nichts fuer die Kommunikationsfaehigkeiten. Das konnten wir bei vielen Spielen und wirklich einfachen Uebungen immer wieder feststellen, nur mit sehr wenigen Schuelern konnten wir uns wirklich in Englisch unterhalten. In Thailand faengt man in der ersten Klasse an Englisch zu lernen, insofern koennte an erwarten, dass die Schueler der 8. oder 9. Klasse zumindest die Grundlagen der englischen Sprache gelernt haben. Haben sie auch, offiziell. Wenn man sich die Buecher und die Vorgaben anschaut, muessten Neuntklaessler alle Zeiten und massenhaft Vokabeln koennen. Die Texte in den Buechern, die sie mit ihren normalen Englischlehrern lesen, sind teilweise auch echt anspruchsvolle Literatur. Das habe ich allerdings erst nach der einer Woche heraugefunden und es hat mich ziemlich ueberrascht. Denn in unseren Einstiegsstunden mit jeder Klasse haben wir ein paar Vorstellungspiele zur eigenen Person gemacht mit Fragen wie „What’s your name?“, „How old are you?“ und „Where are you from?“. Spaetestens bei „What is your favorite color?“ sind die meisten gescheitert. Das zeigt aber nicht nur wie weit Anspruch und Wirklichkeit voneinander entfernt sind sondern auch wie wichtig es ist, das die Kinder mal mit ein paar Auslaendern lernen ihr englisch anzuwenden. Denn schreiben und lesen koennen die meisten relativ gut, auch wenn sie nicht verstehen, was sie (ab)schreiben oder lesen. Wir haben deshalb auch hauptsaechlich Spiele zum Sprechen und Verstehen gespielt, was uns und den Kindern sehr viel Spass gemacht hat. Den guten Klassen haben sogar ein Lied vorgespielt, von dem sie die Woerter in einem Lueckentext eintragen sollten. Es hat sogar einigermassen funktioniert.

Fuer mich persoenlich war es auch mal eine ganz neue Erfahrung in der Schule auch mal auf der anderen Seite zu stehen. Ich haette nicht gedacht, dass das unterrichten so anstrengend sein kann. Man ist ja die ganze Zeit Alleinunterhalter, ok wir waren immer zu zweit oder zu dritt, und muss immer aufpassen, dass man sich nicht nur mit einem Teil der Klasse beschaeftigt, sondern alle dabei sind. Allerdings hatte ich auch nicht erwartet, dass es mir so viel Spass machen wuerde. Mir den motivierten klassen konnten wir echt schoene Sachen machen. Wir hatten natuerlich auch die schlechteren Klassen, wo es schwieriger war die Schueler zu irgendwas zu bewegen. Wenn ich von guten oder schlechten Klassen rede, meine ich deren Einordnung ins Schulsystem. Alle Schulen sind naemlich Gesamtschulen, wo die Schueler allerdings ab einem bestimmten Alter je nach Intelligenz, oder wie gut sie halt in der Schule sind, aufgeteilt werden. So gibt es je nach Schulgroesse eine bestimmte Anzahl an Parallelklassen, mit unterschiedlichem Leistungslevel und auch unterschiedlichen Faechern, je nach Berufaussichten. Wer gar nicht die Chance hat zur Uni zu gehen, der lernt auch kein Physik, Chemie oder hohe Mathematik. Was dabei ganz interessant ist,  ist, dass der Maedchen- und Ladyboy-Anteil in den Klassen auf hohem Level hoeher ist. In unserer guten 10.Klasse hatten wir zum Beispiel einen Jungen, zwei Ladyboys und der Rest war Maedchen. Ladyboys sind wie man sich aus dem Namen denken kann Jungen, die sich allerdings als Maedchen sehen und auch meisten als solche angesehen werden. Ladyboys kann man hier in Thailand ueberall begegnen, manche sehen sogar echt aus wie Frauen, was in Discos manchmal gefaehrlich werden kann, aber inzwischen habe ich schon ein recht geuebtes Auge, um sie von den normalen Frauen zu unterscheiden. Die Schule akzeptiert sie auch nur die meisten Jungen wissen nicht so recht was sie ueber Ladyboys denken sollen. 

Die Schule ist eine rein muslimische Schule, wo die Religion eine recht wichtige Rolle spielt. Es gab extra Gebetsraeume, wo die Schueler zu bestimmten Zeiten gebetet haben. Zum Beten tragen zumindest die Moslems hier immer spezielle lange Gewaender und es war schon interressant besonders den kleinen Grundschulkindern dabei zu zusehen, wie sie bestimmt eine halbe Stunde lang auswendig und synchron ihre Gebete in arabisch aufsagen. Alle Kinder an der Schule lernen uebrigens Thai, Englisch Arabisch und Malayu. Die zwei Wochen in dem Dorf mit dem Islam als alltaegliche Religion haben mich schon ziemlich beeindruckt, und mir auch ein anderes Bild von Moslems gegeben. In Deutschland bekommt man ja meistens ein sehr einseitiges Bild geliefert.

Das Wochenende haben wir wieder mit gleichen Programm wie beim letzten mal in Songkhla verbracht, wo wir noch die anderen Longterm Volunteers und ein paar DaLaa-members getroffen haben. Am Samstag nach dem Workcamp, eigentlich der letzte Tag des Camps, hat DaLaa seinen vierten Geburtstag mit einer grossen Party bei uns im Longtermhouse gefeiert. Das Motto war „Here where the flowers grow“, also musste sich jeder  moeglichste blumig anziehen und auch das Haus wurde mit reichlich Blumen geschmueckt. Das war am 22. November.

Danach ist natuerlich auch noch eine Menge passiert – ein Workcamp, Weihnachten und Silvester am Strand, Sofia und Tim sind ausgezogen und die Regenzeit ist hoffentlich jetzt wirklich vorbei. Ich hoffe ich habe morgen zwischen den Workcampvorbereitungen etwas Zeit um davon zu berichten. Am Sonntag gehts naemlich nach vier Wochen Pause wieder los zum naechsten Englisch Workcamp.

Ist zwar nicht so kurz geworden aber mai pen rai, was solls.

Verfasst von: Niklas | November 27, 2008

Einmal quer durch Thailand und zurueck

So, es wird Zeit fuer den naechsten Eintrag: unsere Reise in den Nordosten (Isan).

Nach dem 1. Workcamp bin ich zu Tim und Lukas, zwei anderen Langzeitfreiwilligen aus Deutschland, die bis zum naechsten Juli bleiben, ins Longtermhouse gezogen. Die beiden sind hier als Englischlehrer und da noch zwei Wochen Schulferien waren, wollten wir erst zusammen nach Songkhla zum Strand und dann nach Satun zum Meer an der anderen Seite. Ausserdem wollte ein Maedchen aus dem aeussersten Nordosten des Landes, das Lukas drei Wochen vorher auf Ko Samui im Urlaub kennen gelernt hatte, nach Hat Yai zu Besuch kommen. Da das allerdings wegen protestierender Eltern kurzfristig nicht geklappt hat, entschied Lukas ebenso kurzfristig zu ihr zu fahren. Das war an dem Montagabend nach dem Workcamp. Er war schon um 10 Uhr ins Bett gegangen, waehrend ich mich noch mit Tim unterhalten habe. Ungefaehr um halb eins kam Lukas wieder runter und machte uns den Vorschlag, am naechsten Tag in den Nordosten zu seiner Liebe zu fahren. Nach etwas schlafen, Absprache mit dem DaLaa-Office, kurzer Recherche ueber die Sicherheitssituation in Bangkok und der Route sassen wir am Dienstagabend um acht im Bus Richtung Bangkok, eine 33stuendige Reise vor uns. 18 Stunden nach Bangkok, warten, dann 12 Stunden nach Ban Paeng, Nakhon Panom, direkt an der Grenze zu Laos. Wer wuerde solch einen Trip in Europa machen, fuer ein Maedchen, das er gerade mal zwei Tage kennt?

Nun ja, nachdem wir dann Donnerstagmorgen um fuenf Uhr in Ban Paeng angekommen waren, wurden wir von der Familie in ihrem Wohnhaus einquartiert, die Eltern haben in der Zeit extra auf der Farm geschlafen um Platz fuer uns zu schaffen, echt total freundlich. Wir haben erstmal den Vormittag durchgeschlafen und sind dann, gestaerkt durch eine ordentliche Portion Reis mit Huehnchen, zu einem Wasserfall zum Baden gefahren. Tim und ich haben noch die naechsten zwei Tage mit Lukas bei der Familie gelebt, was echt total interessant war, da wir so das taegliche Leben einer Thaifamilie erleben konnten: zweimal am Tag duschen, auf dem Boden essen (was wir sowieso immer machen), auf der Farm Insekten zum Essen aus dem Boden buddeln, auf dem Markt die noch lebenden Fische fuers Mittagessen aussuchen, und vieles mehr. Dabei wurden wir von der Familie alle drei so herzlich aufgenommen, wie es wohl nur Thais koennen. Als Tim und ich dann am Sonntag gefahren sind und uns die Familie am Bus verabschiedet hat, hat die Mutter sogar geweint, und gesagt wir muessten sie auf jeden Fall wieder besuchen kommen.

Mit dem Bus sind wir den Mekong, den Grenzfluss zu Laos, entlang nach Nong Khai gefahren. Nong Khai ist eine etwas groessere Grenzstadt, von der man ueber die Freundschaftsbruecke nach Laos gelangen kann. Das hatten wir eigentlich auch vor, aber das Visum war uns fuer ein-zwei Tage zu teuer. In Nong Khai selbst habe ich das erste mal die total auf den Besuch von „Farangs“, westlichen (natuerlich reichen) Auslaendern, ausgelegte Seite Thailands gesehen. Wir haben fuer uns zwar ein guenstiges Guesthouse gefunden, aber an der Uferpromenade gab es auch genug edle Hotels und Restaurants, wo ein Essen ein paar hundert Baht kostet (normal sind etwa 30 Baht). Dort sind wir zwei Tage geblieben und haben uns von einem Thai, den wir im Bus kennengelernt haben und der dort aufgewachsen ist, durch die Stadt und den schoensten Tempel fuehren lassen. Am naechsten Tag haben wir uns Fahrraeder ausgeliehen und sind zur Freundschaftsbruecke gefahren, um die Visumsbedingungen fuer Laos zu erfahren. Danach sind wir zu einem recht beruehmten Skulpturenpark gefahren, den ein ziemlich verrueckter religioeser Fanatiker im letzten Jahrhundert geschaffen hat. Dort gab es riesige Skulpturen aus Beton, die sowohl verschiedenste buddhistische und hinduistische Goetter darstellten, als auch einige Geldgeber, die das Projekt finanziell unterstuetzt haben.

Am Dienstagabend haben wir dann den Bus nach Udon Thani genommen, von wo aus wir am naechsten morgen nach Ban Chiang gefahren sind. In Ban Chiang gibts eine Ausgrabungsstaette von den aeltesten Funden einer Kultur in Suedostasien. Das Museum war zwar an dem Tag leider geschlossen, aber beim Tempel konnte man eine paar Graeber angucken und Informationen bekommen. Zurueck in Udon Thani haben wir dann abends, als wir auf unseren Zug nach Bangkok gewartet haben, zwei Maedchen kennengelernt, die eine aus Bangkok, so dass wir in Bangkok bei ihrer Familie gelebt haben. Die Zugfahrt dorthin hat auch wieder die ganze Nacht gedauert, aber im Zug konnte man besser schlafen als im Bus, zumindest in der zweiten Klasse. In Bangkokhaben wir wieder eine Nacht im Guesthouse verbracht, bevor wir in die Familie gezogen sind. Bangkok ist echt eine der Staedte mit der hoechsten Luftverschmutzung in der Welt. Viele Leute da laufen mit Staubmasken durch die Gegend und die Strassen sind auch alle verstopft. Deswegen haben wir uns auch mit den Booten auf dem Fluss, die eine Art Busersatz sind, fortbewegt. In der Familie haben wir zwei Tage gelebt, haben aber nicht mehr viel von Bangkok gesehen, sondern vielmehr das familienleben kennengelernt.

Zurueck nach Hat Yai sind wir ebenfalls mit dem Zug gefahren, was hier laenger dauert als mit dem Bus, aber billiger ist, und ausserdem sieht man mehr von der Landschaft. Nur gut schlafen konnten wir nicht, da wir diesmal dritte Klasse gefahren sind, recht schmale Sitzbaenke mit kaum Polsterung. Am Sonntag morgen sind wir mit ca. zwei Stunden Verspaetung, was recht wenig ist, in Hat Yai angekommen und damit war unsere Reise dann auch schon wieder vorbei.

Die naechste Woche hatte ich dann endlich Zeit mich richtig im Longtermhouse einzuleben, wo wir drei Deutschen jetzt mit der Griechin aus dem ersten Workcamp, Sofia, und einer Japanerin, Yuko, zusammen leben. In der Woche waren auch noch zwei Thais da, die allerdings inzwischen trotz geklaerter interkultureller Probleme wieder ausgezogen sind.

Eine Woche nachdem wir aus dem Nordosten zurueckgekommen sind hat dann auch schon wieder mein naechstes Workcamp angefangen: Creative English Teaching in einem muslimischen Dorf. Aber darueber berichte ich das naechste mal.

Ach uebrigens, hier ist es inzwischen kalt (so um die 25 Grad) geworden und die Regenzeit hat begonnen,  d.h. es regnet jeden Tag fast die ganze Zeit. Das Dumme dabei ist, dass unser Haus etwas undicht ist.

PS: Fotos gibts ab sofort unter http://niklas-thailand1.magix.net und bei Skype bin ich manchmal unter dem Namen „nikiowa“ erreichbar, wenn ich im Internetcafe online bin.

Verfasst von: Niklas | November 3, 2008

Mein erstes Workcamp

So, nachdem ich nun seit einem Monat nichts mehr von mir habe hoeren lassen, habe ich es jetzt mal in ein Internetcafe in Hat Yai geschafft. Es ist auch so einiges berichtenswertes passiert.

Vor vier Wochen hat mein erstes Workcamp angefangen, bei dem ich allerdings eigentlich nur normaler Teilnehmer und nicht workcampleader war. Wir waren insgesamt 11 Volunteers, die dauernd da waren aus Japan (2), Italien, Griechenland (2), Thailand (2) und Deutschland (4), wobei wir vier Deutsche alle laenger hier sind. Die anderen drei haben nur mitgemacht, weil gerade Schulferien waren und sie nicht unterrichten mussten. Das Workcamp war in Phattalung, der Provinz noerdlich von hier, in einem kleinen Dorf, wo wir den Kindergarten verschoenert haben. Der Kindergarten war ein Haus mit einem grossen Raum, von dem die Waende blanker Beton waren, bis wir sie angemalt haben. Erst haben wir alles in einem pinkrosa Grundton gestrichen (die Lehrer haben die Farben ausgesucht), bevor dann unsere Gemaelde an die Waende kamen. Wir haben an den sieben Flaechen die sechs Kontinente in Form von typischen Tieren und Landschaft dargestellt sowie noch eine Weltkarte (sehr interessant von einem Thai gemalt, mit sehr verkrueppeltem Europa aber perfektem Amerika und Ostasien ;-)) und diverse Landesflaggen gemalt. Auf jeden Fall ist es jetzt ein sehr schoener und international gestalteter Kindergarten, in dem die Kinder sich jetzt bestimmt wohler fuehlen und besser lernen koennen. Das Workcamp hat zwei Wochen gedauert, wobei das Wochenende frei war. Deshalb sind wir am Samstag auch nach Songkhla gefahren, der Provinzhauptstadt, die aber kleiner ist als Hat Yai. Songkhla liegt auf einer Halbinsel im Golf von Thailand, also an der Ostkueste, und hat ringsherum Strand und total  warmes, ruhiges Meer in dem man sich prima einfach treiben lassen kann. Das Wasser ist einfach so schoen warm, wie in der Badewanne, dass ich eigentlich gar nicht geschwommen bin sondern nur im wasser gelegen habe. Schwimmen in warmem Wasser ist komischerweise anstrengender, wahrscheinlich weil man dabei nicht abgkuehlt wird. Und dann zu dem Meer auch noch super Sonnenschein und sticky rice mit Mangos,  was will man mehr :-).  Ok, zurueck zum Workcamp. Das besondere an solchen internationalen Workcamps ist natuerlich nicht die Arbeit, auch wenn sie schon sozial hilfreich sein sollte. Es ist einfach total interessant mit Leuten aus verschiedensten Laendern zwei Wochen zusammen zu leben. Ich hatte echt total viel Spass mit den beiden Japanern. Dass sie fuer europaeische Verhaeltnisse nicht so gut Englisch sprechen konnten, hat die Sache noch interessanter gemacht. Von den Griechen habe erstaunlich viel ueber die Wiege der europaeischen Kultur und Sprachen gelernt und natuerlich erfaehrt man auch viel ueber das Leben in den anderen Laendern sowie ueber Vorurteile gegenueber Deutschen. Es ist sehr schwer zu beschreiben, aber die Atmosphere in der Gruppe war einfach was besonderes.

Vielleicht stellt sich ja sowas jetzt auch bei uns im Longtermhouse ein. Da bin ich jetzt naemlich richtig eingezogen und gestern ist dann auch die Griechin aus dem Workcamp dazu gekommen und bleibt fuer einen Monat und auch eine Japanerin, die fuer vier Monate bleibt.

Da es jetzt schon recht spaet ist und ich der letzte Songteaw zu unserem Haus um kurz nach acht faehrt, werde ich ueber die letzten zwei wochen spaeter berichten. Wir sind im Dienste der Liebe in den Nordosten gereist, aber spaeter mehr.

Verfasst von: Niklas | September 30, 2008

Auf geht’s, ab geht’s, zwei Tage wach…

Tja, nach knapp zwei Tagen Reise um die halbe Welt bin ich am Sonntagabend endlich hier in Hat Yai in Suedthailand angekommen. Die beiden Fluege verliefen einigermassen gut, auch wenn mir nach 10 Stunden im Flugzeug rumsitzen irgendwann die Beine wehtaten. In Bangkok bin ich dann mit einem Taxi von der Fluggesellschaft quer durch die Stadt zum alten Flughafen gefahren. Das war der Abschnitt der Reise, vor dem ich am meisten Angst hatte, aber es ja ganz gut geklappt, auch wenn ich wahrscheinlich ein Vielfaches von den hier ueblichen Preisen bezahlt habe.

Nun gut, hier in Hat Yai hat mich dann Belan, mein zukuenftiger Co-Campleiter, vom Flughafen abgeholt. Es war etwa halb sieben und stockdunkel. Das ist etwas an das ich mich erst noch gewoehnen muss. Die Sonne geht so zwischen 18 und 19 Uhr unter, und zwar innerhalb von 20 Minuten. Wir sind dann mit dem Flughafentaxi zum Buero gefahren und haben erstmal was gegessen. Es gab Reis mit veschiedenen in Sosse eingelegtem Gemuese und Fleisch, wie eigentlich immer in Thailand und es hat mir nicht so richitg gut geschmeckt. Das Buero ist uebrigens nicht wirklich ein Buero sonder DER Treffpunkt fuer alle DaLaa Mitglieder. DaLaa ist meine Partnerorganisation hier. Dem entsprechend wird das Haus hier auch DMCC – DaLaa Member Club Center genannt. Es kamen dann auch immer mehr Leute dazu und haben erstmal ordentlich Party gemacht. Musik gemacht, gesungen, gegessen und auf einem normalen Tisch Tischtennis gepielt. War auch ganz lustig, nur bin ich dann um 10 ins „Bett“ gegangen, whaerend der Rest noch weiter rumgelaermt hat. Mein „Bett“ ist uebrigens eine Matte von der Dicke einer Gartenstuhlauflage und ich habe mich notduerftig mit einem grossen Stofftuch zugedeckt. Irgendwann konnte ich trotz der Hitze und des Laerms dann doch schlafen, und bekam gleich erstmal zwei Mueckenstiche. Aber keine Sorge, Malaria gibt es in Thailand seit 10 Jahren nicht mehr und ueberhaupt sind recht viele Hinweise, die man in Deutschland die Gesundheit betreffend bekommt auch veraltet, wie mir hier erzaehlt wurde. Die Hygiene ist auf einem recht hohen Stand und von dem Essen bin ich bisher auch noch nicht krank geworden. Aber Essen ist sowieso ein Thema fuer sich, kann ich ja spaeter noch mal drueber berichten.

Die Leute hier sind alle total nett und einige sprechen auch ganz gutes Englisch. Hier im Buero arbeitet auch eine Hollaenderin, Ria, und ein Franzose, Alex, bei dem ich letzte Nacht dann in einem richtigen Bett und nter einem Moskitonetz geschlafen habe, weil keiner mehr im DMCC war.

Der Verkehr hier ist auch ganz anders, ein deutscher Autofahrer wuerde hier sofort einen Unfall bauen. Erstmal fahren alle auf der falschen Seite, hier ist Linksverkehr. Spurwechsel werden einfach so vollzogen und vorallem duesen ueberall die kleinen Motorroller durch die Gegend. Sie fahren ueberall lang, wo sie durchpassen, an der Ampel grundsaetzlich nach ganz vorne oder quer durch die Schlangen um auf eine andere Spur zu kommen  und wenn sein muss auch mal auf der verkehrten Strassenseite, immerhin auf dem S(t)andstreifen. Bei groesseren Strassen gibt es sogar eine eigene Motorbike/Spur, etwa anderthalb Meter breit, auf der auch muehelos andere ueberholt werden.

Naja, soweit erstmal aus dem noch nicht zu heissen Thailand. Gleich habe mein erstes Einfuehrungsgespraech. Ich meld mich dann demnaechst wieder.

Viele liebe Gruesse, Niklas

Verfasst von: Niklas | August 10, 2008

Hello world!

Im Moment stecke ich noch in den letzten Vorbereitungen meiner Reise. Die Reiseapotheke zusammenstellen, Mosquitonetz besorgen, großen Reiserucksack suchen, noch die letzten Arzttermine erledigen und es noch sooo vieles mehr, das vor meiner Abreise am 27.9. noch getan, gesucht und besrogt werden will. Sobald ich dann in Thailand bin und mich etwas eingelebt habe werde ich mich dann an dieser Stelle wieder mit etwas interessanteren Informationen melden.

Liebe Grüße, Niklas

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